Irrtümer der Zauberkunst

  • Beginner bekommen den Ratschlag führen Sie zur Eröffnung Ihrer Nummer den besten Trick vor, um sofort die Aufmerksamkeit zu erregen. Das Gerücht steht bereits in den Zauberkästen-Erklärungen und Büchern, da scheint einer vom andern abzuschreiben. Was zeige ich zuerst vor, natürlich ein Kunststück das bei höchster Aufregung nicht daneben geht.
  • Könnte es sein das es keine schlechten Künstler gibt, dann gäbe es auch kein schlechtes Publikum. Ein Horror-Voodo-Zauberer im Kindergarten der ist doch deswegen nicht schlecht, aber sicher am falschen Ort. Kritik ist zu nichts ... nütze. Man wird doch seine Meinung sagen dürfen, wenn einem die Nummer nicht gefällt. Jeder hat alles Recht der Welt, auch diese Meinung zu sagen. Nur was bringt es, ach ja ich kann das wesentlich besser als der. Ich würde so nie Auftreten, richtig ist er auch noch nie. Aber dafür kritisieren, was hat der Künstler davon wenn er gesagt bekommt das er gut oder schlecht ist. Anders ist einer der Regie führt er ist vor der Nummer, er hofft dass es ein Erfolg wird. Der sagt auch wenn du das so vorführst, werfen dich die Zuschauer zur Bühne runter. Der sagt nicht gut oder schlecht sondern warum es so ist aus seiner „Sicht“, das wird nie als Kritik aufgefasst, nein für soetwas ist man dankbar.
  • Was für ein Kunststück soll ich mir zuerst kaufen. Logisch das einem am besten gefällt. Mit der Zeit kristallisiert sich aber ein Neigungswinkel heraus. Der durch ihre persönliche Einmaligkeit bestimmte Kunststücke besonders gut beim Publikum wirken lässt. Diese Kunststücke heißt es dann zu finden.
  • David Copperfield würde nie Hänschen Müller kopieren, nicht weil er schlechter ist, vielleicht sogar besser, aber er würde - diese Person nie schaffen. Er wäre nur zweiter, irgend etwas zwischen David Copperfield und Hänschen Müller. Aber Hänschen Müller würde gern Copperfield sein. Das heißt nicht das ich kein Kunststück vorführe den auch Copperfield vorführt, aber bitte als eigenständige Person ICH.
  • Ich bin ein Perfektionist auch als Künstler, das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. Wenn er etwas perfekt vorführt, hat das künstlerische keinen Raum keinen Platz mehr - Perfektion frisst die Kunst.
  • Ob ich mich als Künstler sehe weiß ich nicht. Es genügt der Unterhaltunswert und die Freude, die für Sekunden im Raum verweilen.